Die Herkunft der Maine Coon

Die große, stämmige amerikanische Waldkatze kam wahrscheinlich mit Einwanderern aus Europa nach Amerika. Ohne züchterische Einflussnahme passte sie sich im Lauf der Zeit an die unwirtlichen Lebensbedingungen an.

Die „Robuste Farmkatze“

Kräftig und muskulös musste die Maine Coon sein, um sich ihr Futter eigenständig zu fangen. Von ihren Besitzern liebevoll „Shaggycat“ genannt, wurden die prächtigsten Exemplare bereits um 1860 auf landwirtschaftlichen Schauen präsentiert.

„1895 war die beste Katze der ersten offiziellen Katzenausstellung Nordamerikas im Madison Square Garden ein Maine Coon-Kastrat namens Cosie.“

Nachdem exotische Rassen wie Siam oder Perser die Maine Coon kurzzeitig verdrängten, erlebte sie ab 1953 mit der Gründung des „The Central Maine Cat Club“ einen rasanten Aufschwung. Viele Liebhaber erlagen dem dezenten Charme dieser bärigen, gutmütigen „Riesenkatzen“.

Siegzug und Schattenseiten

In den Neunzigern füllte die Maine Coon europäische Ausstellungshallen wie kaum eine andere Rasse. Doch die riesige Nachfrage führte zu Problemen:

  • Typverfälschung: Einkreuzungen von Perser- oder Colourpoint-Katzen (Siam-Masken) verfälschten das ursprüngliche Aussehen.
  • Größenverlust: Die einst stolzen Kater (9-10 kg) wurden durch unvernünftige Zucht immer zierlicher.
  • Erbkrankheiten: Durch unvorsichtige Vermehrung wurden Krankheiten wie HCM (Herzerkrankung) und Hüftgelenksdysplasie (HD) eingeschleppt.

Verantwortung für die Zukunft

Gerade noch rechtzeitig erkannte man, dass die Rasse rein und in ihrer natürlichen, ursprünglichen Schönheit erhalten bleiben muss – fernab von kurzfristigen Modetrends.

Ein verantwortungsvoller Züchter ist sich dessen heute bewusst. Er bestätigt die Gesundheit seiner Tiere durch entsprechende tierärztliche Untersuchungsergebnisse (HCM-Schall, HD-Röntgen), um diese robuste Rasse für die Zukunft zu bewahren.